Bad Homburg/Frankfurt am Main, 01. November 2017

Kunststoffverarbeitung ist gut für die additive Fertigung gerüstet

Viele Unternehmen der Kunststoff verarbeitenden Industrie setzen bereits additive Fertigungsverfahren ein. Es ist zu erwarten, dass dieser Anteil in naher Zukunft weiter steigen wird.

Angesichts dieser Entwicklung wird schnell die Frage laut, ob für die jungen Fertigungsverfahren ausreichend Fachkräfte zur Verfügung stehen und welche Qualifikationen zur Anwendung der Technologien vorauszusetzen sind. „Zur betrieblichen Umsetzung für die additive Fertigung ist es nicht erforderlich, einen neuen Ausbildungsberuf zu entwerfen. Der Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, Fachrichtung Formteile, beinhaltet alle Verarbeitungsmethoden und ist für die additive Fertigung gut gerüstet,“ erklärt Ralf Olsen, Hauptgeschäftsführer des pro-K Industrieverbandes Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e. V. und im Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V. (GKV) zuständig für Bildungspolitik und Berufsbildung. In der Ausbildung sind alle Aspekte der Materialeigenschaften, Maschineneinstellung und damit auch die Bedienung von Steuerungen bis hin zu nachgefragten Verarbeitungs- und Veredlungsverfahren enthalten. Der Ausbildungsrahmenplan ist so flexibel, dass die speziellen Anforderungen einer additiven Fertigung vermittelt werden können, ohne dass diese in allen Details im Ausbildungsplan beschrieben sind.

Der GKV ist die Spitzenorganisation der deutschen Kunststoff verarbeitenden Industrie. Als Dachverband bündelt und vertritt er die gemeinsamen Interessen seiner Trägerverbände und agiert dabei als Sprachrohr gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Die Kunststoff verarbeitende Industrie ist mit einem Jahresumsatz von 60,8 Mrd. € und 317.000 Beschäftigten in 2.906 Betrieben einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Die vorwiegend mittelständisch geprägte Branche zeichnet sich durch hohe Innovationskraft und eine vielfältige Produktpalette aus. Kunststoffe werden zu Verpackungen, Baubedarfsartikeln, technischen Teilen, Halbzeugen, Konsumwaren und vielen anderen Produkten verarbeitet.

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Ralf Olsen, Christine Euler
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