- Weiterhin wenig Bewegung bei den meisten Sorten
- PP-Compounds wegen C3 nach oben
- September: Kostenanstiege rütteln an den Fundamenten
- Auftriebsdruck nimmt zu
Bei den technischen Thermoplasten in Europa zeigten nur die Commodity nahen Stoffe ABS und PP Compounds im September 2013 Reaktionen auf die deutlichen Bewegungen ihrer jeweiligen Vorprodukte. Sie stiegen um bis zu 50 EUR/t an. Die klassischen technischen polymeren Werkstoffe Polycarbonat, Polyamide, PBT, POM und PMMA dagegen regten sich weiterhin wie nun schon seit Monaten wenig. Die Anstiege in den Aromaten- und C4-Strecken, die sich aus den Folgen der spätsommerlichen Syrienkrise auf die Ölpreise ergaben, reichten nicht aus, um Bewegung ins bisweilen wie versteinert wirkende Bild zu bringen. Auch für die jeweilige Marktlage relevante Fakten wie Einschränkungen bei PA 6.6 oder der anhaltende Importdruck bei POM setzten keine verallgemeinerbaren neuen Wegmarken. So zogen die Geschäfte weitgehend friedlich seitwärts driftend ihre Bahnen.
Der zentrale Aromat Benzol (-51 EUR/t) gab in der Oktober-Notierung schon wieder deutlich nach, während die C4-Strecke sich offenkundig anschickt, nach der Talsohle wieder Stück für Stück empor zu klettern. In vielen Bereichen neutralisieren sich diese Einflüsse. Weder beim Angebot noch im Nachfrageverhalten scheinen dabei große Änderungen in Sicht. So wird es im Oktober bei den klassischen technischen Thermoplasten wohl allenfalls bei kleineren Scharmützeln bleiben. Die Ausblicke bei ABS und PP Compounds, die sich häufig stärker an ihren – derzeit wieder nachgebenden – Vorprodukten orientieren, sind den neuen entsprechenden Detailreports zu entnehmen.